Eltern der Freiraum Schule

In der Initiative haben wir uns einen entscheidenden Satz zu Herzen genommen:

Als Schule nehmen wir keine Kinder auf, sondern ganze Familien.

Doch was steht eigentlich hinter diesem Satz? Die Freiraum – Schule in freier Trägerschaft ist eine selbstverwaltete Schule. Es wird kein Dienstleistungsunternehmen und schon gar keine elitäre Privatschule sein. Engagierte Eltern arbeiten selbstständig in den soziokratisch organisierten Arbeitskreisen mit (siehe auch Der Verein – wie wir arbeiten). Daneben wird es Arbeitseinsätze z.B. an Renovierungstagen am Gebäude und bei anfallenden Arbeiten im Schulgarten geben. 

Wir benötigen daher Eltern, die bereit sind, das Schulkonzept aktiv mitzugestalten, unsere Werte täglich zu leben, weiterzugeben und weiterzuentwickeln. Die PädagogInnen und Kreisvertreter treffen sich regelmäßig mit den Eltern um Ideen, Erfahrungen und Herausforderungen zu diskutieren und weiterzuentwickeln.

Die Veranstaltungen und gemeinsamen Treffen bieten den Eltern die Möglichkeit, sich untereinander und mit den Lernbegleitern auszutauschen, den Schulalltag aktiv mitzugestalten, das Gemeinschaftsgefühl zu stärken und auch den Kindern zu zeigen, dass den Eltern die Schule wichtig ist. So erleben die Kinder, dass Schule keine vom Lebensalltag abgeschottete Institution ist, sondern ein großes Miteinander, bei dem jeder Interesse am anderen hat und sich alle gemeinsam entwickeln und lernen können.

Der Schulalltag

Der Tag beginnt für die Kinder ruhig und gemütlich. Sie können ihrem Biorhythmus entsprechend ankommen – sie haben „Gleitzeit“. Der Übergang in die Tagesaktivität (Kernzeit) wird durch ein gemeinsames Morgenritual eingeleitet.

Beim Mittagessen wird die gemeinsame Esskultur geübt. Auf vollwertige Speisen legen wir Wert. Die Kinder können die Schule nach dem Mittagessen und der Kernzeit verlassen oder bis zum Schulende bleiben; der Nachmittag klingt langsam aus.

Wir lernen in altersgemischten Klassen für SchülerInnen der Klassen 1 bis 6. Es besteht jederzeit die Möglichkeit zum Wechsel auf eine weiterführende Schule oder Regelschule. Den Ausbau zur Sekundarstufe streben wir bereits an.

Gleitzeit von 8-9 Uhr und 13-14 Uhr – Kernzeit von 9-13 Uhr

Wir sind der Meinung, dass Kinder den Nachmittag im besten Fall bei ihren engsten Bezugspersonen verbringen sollten. Aus diesem Grund – und da uns die Kapazitäten dazu fehlen – werden wir keine Nachmittagsbetreuung anbieten. Die Familien unserer Schule können dies natürlich selbst organisieren – sei es in privater Absprache oder offiziell als Betreuungseinrichtung.

Anmeldeprozess und Aufnahmeverfahren

Ihr interessiert Euch für die Freiraum – Schule in freier Trägerschaft und überlegt, Euer Kind bei uns einzuschulen? Die von uns gelebte Schulform braucht:

Familien, die bereit sind, ihre Kinder frei und selbstbestimmt leben und lernen zu lassen. Eltern, die mit Geduld und Vertrauen in ihre Kinder die Pädagogik unserer freien Schule mittragen.

Während des Kennenlernprozesses sollten die Vorstellungen und Erwartungen aller Beteiligten (Kinder, Eltern, LernbegleiterInnen) besprochen werden, um zu klären, ob unsere Schule der richtige Ort für Euch und Euer Kind ist.

Die 5 Schritte unseres Aufnahmeverfahrens:

1. Informationsveranstaltung

Ihr besucht eine Informationsveranstaltung. Das pädagogische Team vermittelt hier einen ersten Eindruck, wie an unserer freien Schule gelernt und gearbeitet wird und Ihr könnt einen ersten Blick in die Schulräume werfen.

2. Verbindliche Anmeldung

Wenn Euer Bauchgefühl sagt, unsere Schule könnte der richtige Ort für Euer Kind sein, dann reicht Ihr den von Euch unterzeichneten Schulvertrag inkl. des Elternfragebogens (senden wir Euch auf Anfrage per E-Mail zu) bis zum Stichtag (15. Dezember) ein. Hier wird eine Anmeldegebühr von 150 € erhoben.

3. Verpflichtende Hospitation

Wir versenden nun Einladungen zur Hospitation an unserer Schule, die ungefähr im Zeitraum von Februar bis März stattfinden werden. Die Hospitation findet für Eltern und Kinder statt. Die Kinder kommen für 2 Stunden zum Beginn der Kernzeit (9 Uhr) in unsere Schule. In dieser Zeit hat Euer Kind die Möglichkeit, die Lernmaterialien, die MitschülerInnen und die LernbegleiterInnen kennenzulernen. Die Eltern kommen an einem separaten Tag auch für 2 Stunden in unsere Schule. Dabei könnt Ihr als stille BeobachterInnen den Schulalltag in unserer Freien Schule erleben.

Im Anschluss an diesen Termin findet ein persönliches Gespräch mit einem/r der LernbegleiterInnen statt, in dem Fragen geklärt werden können.

4. Entscheidung

Nach dem Durchlaufen des Kennenlernverfahrens trifft das pädagogische Team zeitnah die Entscheidung, ob Euer Kind an unserer Schule aufgenommen wird, spätestens jedoch zu den Osterferien. Seid auch Ihr nach wie vor davon überzeugt, dass Euer Kind an unserer Schule gut aufgehoben ist, zeichnet der Vorstand den verbindlichen Schulvertrag gegen und Ihr erhaltet Eure Ausfertigung zurück.

Zu diesem Zeitpunkt wird eine Anmeldegebühr in Höhe von 1000€ fällig.

5. Kennenlernnachmittag

Ihr knüpft am Kennenlernnachmittag einen ersten Kontakt zu den anderen Eltern und Kindern sowie zu den LernbegleiterInnen unserer Schule, bevor mit dem ersten Schultag unsere gemeinsame Zeit startet.

Beitragsordnung

In Hessen werden Schulen in freier Trägerschaft erst nach einer Wartefrist von drei Jahren finanziell vom Staat unterstützt. Während dieser Wartefrist müssen wir uns unsere Existenz mit Hilfe von Eigenmitteln, Krediten, Schulgeld und Spenden sichern. Dies gilt auch nach der Wartefrist, da staatliche Zuschüsse nur anteilig die Personalkosten der Schule decken. Um das Schulgeld möglichst niedrig zu halten und allen Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen, ist die Schule langfristig auf Unterstützung sowie auf ehrenamtliches Engagement angewiesen. (Unterstützung und Finanzierung)

Einen genaueren Überblick über das Schulgeld und die weiteren Kosten erhaltet ihr in unserer Beitragsordnung.

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